Weshalb Akustikdecken in Sporthallen entscheidend sind

Sporthallen stellen besondere Anforderungen an die Raumakustik: Grosse Hallenvolumen, harte Oberflächen und fehlende Streukörper führen schnell zu langen Nachhallzeiten und hohen Lärmpegeln. 

Akustikdecken sind daher ein entscheidender Faktor, um die Nachhallzeit zu regulieren, die Sprachverständlichkeit zu verbessern und ein gesundes Lärmklima für Sportler und Zuschauer zu schaffen. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum die richtige Akustikplanung in Sporthallen unverzichtbar ist und wie moderne Deckenlösungen Sicherheit und Schallabsorption optimal kombinieren.

Die Herausforderung der Raumakustik in Sporthallen

Sporthallen, ob Turnhallen für Schulen, Vereinsstätten oder Mehrzweck-Sportanlagen, zeichnen sich durch ein einzigartiges Raumprofil aus: grosse Volumen, harte, reflektierende Oberflächen und meist spärliche Möblierung. Diese Faktoren führen zu einer akustischen Herausforderung: lange Nachhallzeiten, störende Flatterechos und hohe Schallpegel belasten die Nutzer und können langfristig gesundheitliche Folgen haben.

Sport treiben, Rufe, Ballprellen oder Musik erzeugen Schalldruckpegel zwischen 80 und 90 dB – vergleichbar mit einer lauten Verkehrssituation. Durch den Lombard-Effekt, bei dem Menschen ihre Stimme automatisch erhöhen, wenn die Umgebung laut ist, steigen die Pegel noch weiter. Ohne gezielte Massnahmen entsteht ein lautes, unangenehmes Umfeld.

Die wichtigste Grösse in der Raumakustik ist die Nachhallzeit (T). Sie beschreibt die Zeit, die ein Geräusch benötigt, um nach Abschalten der Schallquelle um 60 dB zu sinken. Eine präzise Kontrolle der Nachhallzeit ist essenziell, um ein angenehmes akustisches Umfeld zu schaffen.

Die Berechnung erfolgt häufig nach der Sabineschen Formel:

                                                                                      T = 0.163 x V/A

V = Raumvolumen in Kubikmetern

A = Summe der wirksamen Absorptionsflächen in Quadratmetern, unter Berücksichtigung des Absorptionsgrads des Materials
 

Wichtig: Die Formel liefert nur exakte Werte bei einem diffusen Schallfeld – also bei gleichmässiger Verteilung der absorbierenden Flächen. Unregelmässige Anordnungen können die tatsächliche Nachhallzeit erheblich verändern.

Normen wie die SIA 181 «Schallschutz im Hochbau» oder die DIN 18041 «Hörsamkeit in Räumen» geben Richtwerte vor:

  • Einfachhalle (~3’100 m³): Soll-Nachhallzeit ca. 1,6 Sekunden
  • Dreifachhalle (>12’000 m³): Soll-Nachhallzeit ca. 2,0 Sekunden


Ein Toleranzbereich von ±20 % ist zulässig, jedoch empfiehlt es sich, die Soll-Nachhallzeit ohne Berücksichtigung der schallabsorbierenden Wirkung von Personen einzuhalten. So bleibt die Akustik auch bei geringer Belegung unter dem Richtwert.

Akustikdecken als Schlüssel zur effektiven Schallabsorption

Die gezielte Schallabsorption und Einhaltung der Schallpegelgrenzen in Sporthallen erfolgt am effektivsten über Akustikdecken. Da Hallen oft kaum über schallstreuende Elemente verfügen, ist die Decke das zentrale Instrument zur Nachhallreduzierung. Akustikdecken können einen Absorptionsgrad bis zu 1 erreichen, was bedeutet, dass der Schall nahezu vollständig geschluckt wird. Wandabsorber ergänzen die Wirkung der Akustikdecke, insbesondere in Bereichen, wo Ballspiele oder Publikumsverkehr für starke Reflexionen sorgen. Eine durchdachte Kombination von Decken- und Wandflächen schafft ein harmonisches Klangbild, verhindert störende Flatterechos zwischen parallelen Raumflächen und verbessert die Raumakustik entscheidend.

Es kommt auch auf die Sicherheit an

Noch wichtiger als die gute Akustik ist die Sicherheit der Nutzer und Besucher. Decken, Wände und andere Bauteile müssen mechanisch belastbar und ballwurfsicher sein, um den Belastungen durch Sportgeräte, Ballspiele und Bewegungen der Sportler standzuhalten. Gleichzeitig müssen die Materialien den Brandschutzanforderungen entsprechen und Fluchtwege, Rettungszugänge sowie Notfallinfrastruktur dürfen nicht beeinträchtigt werden. Eine geprüfte und fachgerechte Montage stellt sicher, dass alle Bauteile dauerhaft sicher bleiben und die Sporthallen ein für Sportler und Zuschauer gleichermassen sicheres Umfeld bieten.

Unsere Funktionsdecken haben sich in zahlreichen Sporthallen in der Schweiz bewährt. Architekten und Bauherren schätzen die Kombination aus höchster mechanischer Stabilität, normgerechter Umsetzung und langjähriger Erfahrung. Zahlreiche Projekte, von Schulturnhallen bis zu Mehrzweck-Sportstätten, zeigen, dass Röösli-Decken den intensiven Belastungen des Sportbetriebs standhalten, gleichzeitig den Brandschutzvorgaben entsprechen und die Sicherheit der Nutzer gewährleisten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Einfachheit wird bei Personenbezeichnungen durchgehend das generische Maskulinum verwendet, welches sich auf alle Geschlechter bezieht.